Kaufnebenkosten in Hessen

In Hessen beträgt die Grunderwerbsteuer 6 Prozent des Kaufpreises. Zusammen mit Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler kommen beim Kauf einer Immobilie meist 8 bis 11,6 Prozent zum Kaufpreis hinzu. Stand 7. Oktober 2026.

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Über einen Makler?
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Im Durchschnitt rund 2 Prozent des Kaufpreises.

Rund um Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden sind Immobilien gefragt und entsprechend teuer. In Nord- und Mittelhessen liegen die Preise oft deutlich niedriger. Die Kaufnebenkosten sind dagegen im ganzen Land nach denselben Regeln zu berechnen. Hessen hat dabei eine Besonderheit: einen Landeszuschuss, der sich direkt auf die Grunderwerbsteuer bezieht. Diese Seite fasst zusammen, womit Sie rechnen sollten.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Hessen?

Das Land nennt einen Steuersatz von 6 Prozent. Grundlage ist das Grunderwerbsteuergesetz des Bundes zusammen mit dem hessischen Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer. Der Satz von 6 Prozent gilt seit dem 1. August 2014, vorher lag er bei 5 Prozent.

Ein Rechenbeispiel: Für ein Haus in Kassel oder eine Wohnung in Offenbach zum Preis von 300.000 Euro beträgt die Grunderwerbsteuer 18.000 Euro. Bearbeitet werden alle Fälle zentral von der Hessischen Zentralstelle für Grunderwerbsteuer in Lauterbach. Nach Zugang des Bescheids haben Sie einen Monat Zeit zum Bezahlen. Danach wird die Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt, die das Grundbuchamt für die Eigentumsumschreibung braucht.

Was kosten Notar und Grundbuch in Hessen?

Die Gebühren regelt das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG). Es gilt bundesweit, die Kosten in Hessen entsprechen also denen in anderen Ländern. Für Notar und Grundbuch zusammen ist ein Wert von rund 2 Prozent des Kaufpreises eine gute erste Schätzung. Bei 300.000 Euro ergibt das etwa 6.000 Euro.

Darin enthalten sind Beurkundung, Vormerkung, Eigentumsumschreibung und die Eintragung der Grundschuld für Ihre Bank. Der genaue Betrag hängt unter anderem von der Höhe der Grundschuld ab.

Was gilt bei der Maklerprovision?

Für Wohnungen und Einfamilienhäuser gilt die Halbteilung nach § 656c BGB. Arbeitet der Makler für Käufer und Verkäufer, müssen beide gleich hohe Provisionen zahlen. Hat allein der Verkäufer den Auftrag erteilt, dürfen Sie höchstens mit der Hälfte belastet werden.

Wie hoch die Provision ist, wird frei vereinbart. Im Exposé muss Ihr Anteil als Käufer genannt sein.

Welche Nebenkosten finanziert die Bank?

Die Bank bewertet die Immobilie als Sicherheit. Nebenkosten steigern diesen Wert nicht. Die meisten Banken erwarten daher, dass Sie Grunderwerbsteuer, Notar und Makler aus Eigenkapital bezahlen. Fällt Ihnen später ein Zuschuss wie das Hessengeld zu, ändert das nichts daran, dass Sie die Steuer zunächst selbst aufbringen müssen. Planen Sie die Liquidität deshalb ohne den Zuschuss.

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Hessen insgesamt?

Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro ergeben sich 18.000 Euro Grunderwerbsteuer und rund 6.000 Euro für Notar und Grundbuch. Zusammen sind das etwa 24.000 Euro oder rund 8 Prozent des Kaufpreises, der Makler kommt gegebenenfalls hinzu. Im Rhein-Main-Gebiet, wo Kaufpreise häufig deutlich höher liegen, wachsen auch diese Beträge entsprechend. Legen Sie die Summe als Eigenkapital zurück, bevor Sie in konkrete Verhandlungen gehen. Eine Reserve für Umzug und erste Arbeiten an der Immobilie gehört ebenfalls in den Plan.

Welche Förderung gibt es in Hessen?

Mit dem Hessengeld hat das Land einen Zuschuss zur Grunderwerbsteuer eingeführt. Laut den Fragen und Antworten des Hessischen Finanzministeriums richtet er sich an Menschen, die erstmals eine Immobilie in Hessen erwerben und selbst bewohnen. Stichtag für begünstigte Erwerbe ist der 1. März 2024. Ob das Programm bei Ihrem Kauf noch läuft und welche Voraussetzungen im Einzelnen gelten, sollten Sie beim Land prüfen.

Förderbank des Landes ist die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank). Sie bietet Programme für den Erwerb und Bau von selbst genutztem Wohneigentum an, meist als zinsgünstige Darlehen. Ergänzend kommen bundesweite KfW-Programme in Frage.

Wo können Sie in Hessen sparen?

Bewegliche Gegenstände wie Einbauküche, Markise oder Sauna gehören nicht zur Bemessungsgrundlage, wenn Sie sie im Kaufvertrag mit eigenem Preis ausweisen. Für diesen Anteil zahlen Sie keine Grunderwerbsteuer. Der Wert muss allerdings plausibel sein, sonst setzt die Zentralstelle einen niedrigeren an.

Steuerfrei sind Erwerbe bis 2.500 Euro sowie Übertragungen zwischen Ehegatten und Verwandten in gerader Linie. Notargebühren sind gesetzlich festgelegt. Beim Makler und bei der Nutzung von Zuschüssen liegen die größten Spielräume.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Hessen?

Die Grunderwerbsteuer in Hessen beträgt 6 Prozent. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das 18.000 Euro.

Wer ist in Hessen für die Grunderwerbsteuer zuständig?

Alle Fälle in Hessen bearbeitet die Hessische Zentralstelle für Grunderwerbsteuer (HZG) in Lauterbach.

Wie hoch sind die Notarkosten beim Hauskauf in Hessen?

Notar und Grundbuch werden nach dem bundesweit geltenden GNotKG abgerechnet. Als Faustwert gelten rund 2 Prozent des Kaufpreises, bei 300.000 Euro etwa 6.000 Euro.

Kann man die Grunderwerbsteuer in Hessen sparen?

Bewegliches Inventar wie eine Einbauküche können Sie im Vertrag gesondert ausweisen, dieser Anteil ist steuerfrei. Zusätzlich hat das Land mit dem Hessengeld einen Zuschuss zur Grunderwerbsteuer für Ersterwerber eingeführt. Ob es für Ihren Kauf in Frage kommt, sollten Sie vorab prüfen.

Gibt es in Hessen eine Förderung für den Hauskauf?

Ja. Neben dem Hessengeld bietet die WIBank als Förderbank des Landes Programme für selbst genutztes Wohneigentum an. Die Bedingungen klären Sie am besten vor dem Kaufvertrag.

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